Aktuelles

SWISSBAU 2026

Ende Januar waren die Holzmanufaktur SWISS AG und die Holzmanufaktur Rottweil nach längerer Pause wieder auf der SWISSBAU 2026 in Basel vertreten.

Mit rund 50.000 Besuchenden bot die Messe eine starke Plattform für den fachlichen Austausch und die Präsentation unserer Arbeit im Kontext der Bauwende im Bestand. Das Team – bestehend aus Mitarbeitenden des Vertriebs, dem Projektleiter für die Schweiz sowie Geschäftsführer Hermann Klos – tauschte sich mit Partnerinnen und Partnern, Fachleuten aus Planung und Architektur, Bauherrschaften und insbesondere mit dem Nachwuchs aus.

Die Messeexponate wurden im Vorfeld in Rottweil sorgfältig vorbereitet, demontiert und in die Schweiz transportiert. Der Aufbau vor Ort verlief reibungslos und unterstrich die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Ein besonderes Highlight für die Mitarbeitenden aus Rottweil war der Besuch bereits realisierter Projekte in Basel. Dazu zählt unter anderem das Globus Basel, bei dem unsere Arbeiten erlebbar wurden.

Der Messestand selbst zeigte die Bandbreite unserer Leistungen: von der Restaurierung historischer Fenster bis hin zur energetischen Ertüchtigung von Fenstern der Moderne. Im Fokus stand dabei stets der Erhalt der bestehenden Substanz und die Weiterentwicklung im Sinne einer nachhaltigen Baupraxis.


Neue Fachbroschüre – Fenster der Moderne

Mit der neuen Fachbroschüre „Fenster der Moderne“ erweitert die Holzmanufaktur Rottweil seit März 2026 ihr Informationsangebot rund um die Erhaltung und energetische Ertüchtigung von Bestandsfenstern.

Im Fokus stehen Fenster der Nachkriegszeit und der Moderne – Bauteile, die in großer Zahl vorhanden sind, jedoch häufig unterschätzt oder vorschnell ersetzt werden. Die Broschüre zeigt, welches Potenzial in ihrem Erhalt liegt und wie sich diese Fenster technisch und energetisch auf ein zeitgemäßes Niveau bringen lassen.

Anhand von Praxisbeispielen, konstruktiven Details und konkreten Lösungsansätzen wird deutlich, wie eine Weiterentwicklung im Bestand gelingen kann – ressourcenschonend, wirtschaftlich und mit Blick auf die architektonische Qualität.

Die Veröffentlichung richtet sich an Planende, Architektinnen und Architekten, Bauherrschaften sowie alle, die sich mit dem Bauen im Bestand beschäftigen.


Internationaler Austausch: Besuch aus Japan

Im Rahmen einer Delegationsreise durch Baden-Württemberg besuchte Professor Masashi Kutsuwa von der Gifu Academy of Forest Science and Culture die Holzmanufaktur Rottweil.

Im Mittelpunkt seines Interesses stand das duale Ausbildungssystem in Deutschland – insbesondere die Frage, wie junge Menschen für das Schreinerhandwerk begeistert werden können und wie handwerkliche Kompetenzen im Umgang mit historischer Bausubstanz vermittelt werden.

Während des Besuchs erhielt Professor Kutsuwa, gemeinsam mit Frau Küppers, der Geschäftsführerin des Landesfachverbands für Schreinerhandwerk BW, Einblicke in die Arbeitsweise der Holzmanufaktur. Nach einer Präsentation über die Firmenentwicklung und -philosophie, erfolgte eine Führung über den Campus. Im Austausch mit Auszubildenden konnte er sich schließlich ein unmittelbares Bild von Ausbildung, Praxis und Arbeitsalltag machen.

Der Besuch ist Teil eines größeren Austauschs zwischen Japan und Baden-Württemberg, der künftig weiter ausgebaut werden soll. Ziel ist es, Lernenden beider Länder neue Perspektiven zu eröffnen und fachliche sowie kulturelle Erfahrungen zu teilen.

Mit dem Besuch in der Holzmanufaktur ist ein wichtiger Impuls gesetzt, um die Zusammenarbeit künftig weiter zu vertiefen.


Generationswechsel in der Holzmanufaktur Rottweil

Die Holzmanufaktur Rottweil hat eine neue Inhaberin: Adelina Dodolli.

Hermann Klos und Günther Seitz, die das Unternehmen vor über 38 Jahren gegründet und aufgebaut haben, haben die Inhaberschaft an sie übergeben. Der Übergang wurde über einen längeren Zeitraum vorbereitet und stellt einen wichtigen Schritt für die nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens dar.

Adelina Dodolli ist seit 17 Jahren Teil der Holzmanufaktur. Sie kennt den Betrieb aus unterschiedlichen Perspektiven, hat früh Verantwortung übernommen und zahlreiche Entwicklungen der vergangenen Jahre aktiv mitgestaltet. Seit 2022 ist sie kaufmännische Geschäftsführerin.

Die Übergabe aus den eigenen Reihen ist das Ergebnis einer bewussten Entscheidung. Sie steht für Kontinuität und den Anspruch, die gewachsenen Strukturen zu bewahren und zugleich weiterzuentwickeln.

Für den Arbeitsalltag bedeutet dies Stabilität: Hermann Klos und Günther Seitz bleiben weiterhin in der Geschäftsführung aktiv und bringen ihre Erfahrung in die laufenden Prozesse ein.


Cultura Suisse 2026

Die Fachmesse „Cultura Suisse“ fand in diesem Jahr erstmals in Zürich statt – in der historischen Industriehalle „550“, die den passenden Rahmen für den Austausch rund um Denkmalpflege und Baukultur bot.

Über drei Tage hinweg präsentierten rund 130 Ausstellende ihre Arbeit und traten mit etwa 3.700 Fachbesuchenden in den Dialog. Das Programm reichte von Live-Handwerk im Werkplatz bis hin zu fachlichen Impulsen im Forum und spiegelte die Vielfalt und Qualität der Branche wider.

Auch die Holzmanufaktur SWISS AG war gemeinsam mit der Holzmanufaktur Rottweil vor Ort vertreten. In zahlreichen Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der kantonalen Denkmalpflege, Planenden und weiteren Fachbeteiligten konnten wertvolle Kontakte vertieft und neue Perspektiven gewonnen werden.

Besonders hervorzuheben ist die große Bandbreite der Ausstellenden aus den Bereichen Denkmalschutz und Museum, die den interdisziplinären Austausch auf hohem fachlichem Niveau ermöglicht hat.


Europäische Tage des Kunsthandwerks 2026

Am Sonntag, den 12. April, öffnete die Holzmanufaktur Rottweil gemeinsam mit weiteren Ateliers und Kunsthandwerksbetrieben ihre Türen im Rahmen der „Europäischen Tage des Kunsthandwerks“.

Angemeldete und spontane Interessierte nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die Arbeit im Betrieb aus nächster Nähe kennenzulernen.

Gemeinsam mit Salome Ehrenberger erhielten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in verschiedene Abteilungen der Holzmanufaktur. Nach einer kurzen Einführung zur Geschichte des Neckartals und des Unternehmens führten die Rundgänge durch Werkstätten und Arbeitsbereiche. Dabei konnten unter anderem die Lackieranlage sowie aktuell in Bearbeitung befindliche, rund 300 Jahre alte Schlosstore besichtigt werden. In der Schreinerei standen zahlreiche Fenster aus einem Projekt in Hamburg im Fokus.

Trotz des wechselhaften Wetters nahmen rund 50 Personen das Angebot wahr. Die Besucherstruktur war dabei vielfältig: von handwerksbegeisterten Kindern über Familienangehörige von Mitarbeitenden bis hin zu erfahrenen Handwerkerinnen und Handwerkern im Ruhestand.


ZUKUNFTS.LÄND.MACHER

Auszeichnung ZUKUNFTS.LÄND.MACHER durch Ministerin Thekla Walker an die Holzmanufaktur Rottweil
Rundgang durch die Werkstatt der Holzmanufaktur mit Ministerin Walker und Unternehmensleitung
Demonstration des Restaurierungsverfahrens für historische Fenster bei der Auszeichnung
Fachgespräch über nachhaltige Baukultur und Ressourcenschonung mit der Umweltministerin
Vorführung des Fenster-Roboters zur Glasentfernung und Fugentechnik bei historischen Bauteilen

Am Donnerstag besuchte Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, die Holzmanufaktur Rottweil im Gewerbepark Neckartal – und hatte eine besondere Auszeichnung im Gepäck.

Beim Rundgang durch unsere Werkstätten zeigte sich die Ministerin beeindruckt: „Es ist absolut spannend, was hier gemacht wird, und ich bin begeistert.“ Im Rahmen ihres Besuchs zeichnete sie die Holzmanufaktur als ZUKUNFTS.LÄND.MACHER aus und würdigte damit das vorbildliche Engagement unseres Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit, Klima- und Ressourcenschutz.

Mit der Auszeichnung ZUKUNFTS.LÄND.MACHER würdigt das Umweltministerium Unternehmen, Institutionen, Vereine und Einzelpersonen, die mit innovativen und nachhaltigen Projekten zeigen, dass Klima- und Umweltschutz in Baden-Württemberg bereits gelebte Praxis sind. Gleichzeitig sollen die ausgezeichneten Beispiele andere zur Nachahmung motivieren.

„Lösungen und Projekte, die sich mit besonders großem Einsatz für den Klimaschutz und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen engagieren, verdienen Anerkennung“, betonte Walker. Besonders das Bauen im Bestand hob sie hervor: Abriss und Neubau dürften nicht die Regel sein – der verantwortungsvolle Umgang mit vorhandener Bausubstanz sei angesichts begrenzter Ressourcen unverzichtbar. „Vorhandener Qualität wird mit neuer Qualität begegnet“ – dieser Leitsatz prägt die tägliche Arbeit.

Begrüßt wurde die Ministerin von den Geschäftsführenden Adelina Dodolli und Günther Seitz. Nach einer kurzen Unternehmenspräsentation führten Günther Seitz und Vertriebsleiter Karsten Braun durch unsere Abteilungen und stellten dabei auch unsere aktuellste Innovation vor: einen eigens entwickelten Roboter, der altes Glas und Kitt aus historischen Fenstern entfernt und gleichzeitig eine präzise Fuge für den Neueinbau fräst. Nach rund zwei Jahren Entwicklungszeit befindet sich das System derzeit im Probelauf und wird künftig zum Einsatz kommen.

Der Besuch und die Auszeichnung bestätigen den eingeschlagenen Weg der Holzmanufaktur Rottweil – nachhaltig, innovativ und mit Verantwortung für das gebaute Erbe und kommende Generationen.


Tage der Restauratoren im Handwerk

Anlässlich der bundesweit ersten Tage der Restauratoren im Handwerk öffnete die Holzmanufaktur Rottweil ihre Werkstätten im Neckartal für den handwerklichen Nachwuchs. In den Werkstätten wurde gesägt, gehobelt und geschliffen – mit sichtlicher Begeisterung bei allen Beteiligten.

Im Vorfeld hatten unsere Auszubildenden Jannik, Ludwig, Felix und Selina das Programm eigenständig ausgearbeitet. Zu Gast waren Neunt- und Zehntklässler der Konrad-Witz-Schule. Nach einer Führung über den Campus erhielten die Jugendlichen im Pumpenhaus einen kurzen Einführungsvortrag sowie einen Film zu den Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Restaurator*in im Handwerk. Ziel war es, das Berufsbild greifbar zu machen und Begeisterung für handwerkliche Arbeit zu wecken.

Im Anschluss durften die Schüler*innen selbst aktiv werden. Gemeinsam wurde ein Hocker aus Altholz gefertigt: vom Abbürsten des Materials über das Sägen der Beinlöcher bis hin zum Rundhobeln und Schleifen der achteckigen Beine. Mit großem Engagement und sichtlicher Freude entstanden individuelle Werkstücke – und erste praktische Einblicke in handwerkliche Arbeitsweisen.

Am darauffolgenden Samstag, dem bundesweiten Tag der Umbaukultur, richtete sich der Blick auf das Weiterbauen im Bestand. Unter dem Titel „Kreislaufdenken trifft Baukultur“ sprach unser Geschäftsführer Hermann Klos über nachhaltige Bauweisen und deren Bedeutung für Klima und Gesellschaft. Die Bauwirtschaft, so Klos, verursache rund 50 Prozent der CO₂-Emissionen. Umbau und Bestandserhalt seien deshalb zentrale Hebel: Sie schonen Ressourcen und bewahren die bereits verbaute graue Energie.

Schüler:innen sägen gemeinsam mit Auszubildenden der Holzmanufaktur beim Tag der Restauratoren
Treppenaufgang mit Projektbanner im Neckartal – Einstieg zur Führung durch das Werksgelände
Aktives Mitmachen – Schüler bearbeitet Holz während des Restauratorenprogramms
Halbfertige Hocker aus Altholz bei der Mitmachaktion in der Werkstatt
Innenraum der Werkstatt mit Ruhezone oder Ausstellungselementen
Besuchergruppe beim Tag der Umbaukultur auf dem ehemaligen Industriegelände der Pulverfabrik im Neckartal

„Die nachhaltigsten Gebäude sind die, die seit 300 Jahren stehen – oder die, die gar nicht erst gebaut werden“, so Klos. Das Weiterbauen im Bestand bezeichnete er als den Königsweg der Kreislaufwirtschaft.

Wie dieses Prinzip in der Praxis funktioniert, zeigte sich im Anschluss bei einer Führung über das ehemalige Industrieareal der Pulverfabrik im Neckartal. Anhand der rund 120 revitalisierten Gebäude wurde deutlich, welches Potenzial selbst stark geschädigte Bausubstanz bietet. Stationen waren unter anderem das Badhaus, die Experimentierwelten sowie Gebäude, die sonst selten öffentlich zugänglich sind – etwa die ehemalige Direktion oder der sanierte „Bienenstock“. Der direkte Austausch mit Bauherr*innen rundete die Führung ab.


Auftakt der Veranstaltungsreihe „denkmalpflegeKONKRET“ in Rottweil

Kapuzinerkloster Rottweil – Ort der Abschlussdiskussion der Veranstaltung denkmalpflegeKONKRET
Personen im Bauaufzug an eingerüstetem Kirchturm – denkmalgerechte Sanierung mit Beteiligung von Fachleuten und Projektpartnern
Auftaktveranstaltung denkmalpflegeKONKRET im Oberen Spoolbad Rottweil mit zahlreichen Teilnehmenden
Teilnehmende der denkmalpflegeKONKRET-Reihe bei der Baustellenbesichtigung in Rottweil
Akteure der Auftaktveranstaltung im Austausch – u.a. Vertreter von Stadt, Bürger:Werk:Statt und Architekturbüro

Gemeinsam mit der baden-württembergischen Initiative denkmalnetzBW, bei der wir zu den Gründungsmitgliedern gehören, organisierten wir im Oktober die Auftaktveranstaltung der neuen Reihe denkmalpflegeKONKRET.

Die Veranstaltungsreihe macht die zentralen Aufgaben der Denkmalpflege sichtbar und erlebbar: erhalten und pflegen, sichern und schützen, reparieren, restaurieren und – wo nötig – behutsam ertüchtigen. Im Fokus steht dabei stets das gebaute Objekt selbst. Vermittelt werden nicht nur Theorien und Konzepte, sondern vor allem konkrete Erfahrungen aus der Praxis – direkt vor Ort auf Baustellen, in Werkstätten oder bei Fachfirmen.

Rottweil, die älteste Stadt Baden-Württembergs, ist seit Jahrzehnten ein bedeutender Ort der Denkmalpflege. Auch aktuell gibt es hier zahlreiche anspruchsvolle Projekte aus unterschiedlichen Bereichen. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung besichtigten rund 70 Teilnehmende vier denkmalpflegerische Baustellen. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Diskussionsrunde im ehemaligen Kapuzinerkloster.

Eröffnet wurde die Veranstaltung im Oberen Soolbad. Unser Geschäftsführer Hermann Klos begrüßte die Teilnehmenden gemeinsam mit Henry Rauner, Vorsitzender der Bürger:Werk:Statt und der Bürgerstiftung Rottweil, sowie dem Architekten Alfons Bürk, Träger des Deutschen Preises für Denkmalschutz und prägende Figur des Rottweiler Denkmalschutzes.

Auf dem Programm standen vier Denkmale: das sanierungsbedürftige Obere Soolbad, das künftig als offenes Bürgerhaus genutzt werden soll, der stark geschädigte Kapellenturm, bei dem es gilt, Substanz zu sichern und zugleich eine wirtschaftlich tragfähige Restaurierungslösung zu entwickeln, sowie der Hochturm als Teil der ehemaligen Stadtbefestigung. Von den eingerüsteten Bereichen aus konnten sich die Teilnehmenden ein unmittelbares Bild vom Zustand und den laufenden Maßnahmen machen.

Zum Abschluss führte ein Rundgang durch das durch bürgerschaftliches Engagement gerettete und heute erfolgreich umgenutzte ehemalige Kapuzinerkloster. Bei Kaffee und Kuchen bot sich Gelegenheit, Eindrücke auszutauschen und fachlich zu vertiefen.

Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Akteur*innen, insbesondere dem Planungs- und Restaurierungsbüro AeDis, das die Veranstaltung fachlich begleitete und organisierte, dem Bauforscher Stefan King, der Stadt Rottweil sowie den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten.

Die Auftaktveranstaltung stieß auf großes Interesse und zog ein interdisziplinäres Publikum bis aus der Schweiz an.


Unsere neuen Azubis 2025

Seit September begrüßen wir zwei neue Jungspechte in der Holzmanufaktur Rottweil. Lennart Wolfsberger und Lucas Mei starten ihre Ausbildung und werden in den kommenden drei Jahren das Schreinerhandwerk bei uns erlernen. Wir freuen uns darauf, beide auf diesem Weg zu begleiten und ihre Lern- und Wissbegierigkeit zu fördern.

Der 18-jährige Lennart hat sich ganz bewusst für die Holzmanufaktur entschieden. Sein Interesse gilt dem Arbeiten im Bestand sowie der Restaurierung historischer Holzbauteile. Neben dem Handwerk ist Lennart musikalisch aktiv am Schlagzeug und begeistert sich für die Technik von Achterbahnen – eine Kombination aus Kreativität, Rhythmusgefühl und technischem Verständnis.

Lucas zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Betriebe für Schüler*innen zu öffnen. Bereits vor einigen Jahren absolvierte er ein Praktikum bei uns und war von unserer Arbeit sofort überzeugt. Nach dem Absolvieren des Abiturs ist er nun zurückgekehrt und verstärkt unser Team. In seiner Freizeit engagiert sich Lucas ehrenamtlich beim Technischen Hilfswerk und ist zudem künstlerisch aktiv.

Mit Lennart und Lucas gewinnen wir zwei motivierte Nachwuchskräfte, die unterschiedliche Interessen, Perspektiven und Talente mitbringen. Wir heißen beide herzlich willkommen und freuen uns auf eine gemeinsame Ausbildungszeit!

Unsere neuen Auszubildenden 2025 – Lennart Wolfsberger und Lucas Mei in der Werkstatt der Holzmanufaktur Rottweil mit einem selbstgebauten Holzrahmen

Gesellenstück von Julia Kenter – klassisch proportioniertes Schranksystem aus Esche und Ahorn mit offenen Fächern
Transport eines Gesellenstücks zur öffentlichen Präsentation vor historischer Kulisse in Rottweil
Gesellenstück-Ausstellung im Außenbereich während der Sommerveranstaltung in Rottweil
Ausgearbeitetes Gesellenstück aus Massivholz – Teil der Abschlusspräsentation in der Holzmanufaktur Rottweil
Schlichtes Gesellenstück mit grafischer Klarheit – gefertigt von einem Absolventen der Holzmanufaktur
Gruppenbild der Absolvent:innen nach der Gesellenstück-Präsentation 2025 in der Holzmanufaktur

Präsentation der Gesellenstücke in der Holzmanufaktur

Kurz vor dem Sommerurlaub durften wir in der Holzmanufaktur Rottweil eine besondere Aufgabe übernehmen: Als Austragungsort der öffentlichen Präsentation der Gesellenstücke der Schreinerinnung Rottweil wurden unsere Werkstätten für einen Tag zum Treffpunkt für Handwerk, Ausbildung und interessierte Öffentlichkeit.

Die Vorbereitungen liefen bereits seit dem Frühjahr, denn am Veranstaltungstag erwarteten wir mehrere hundert Besuchende. Neben der traditionellen Rottweiler Schreinerzunft war auch die Innung mit einem Messestand vertreten und informierte über Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Für das leibliche Wohl sorgten regionale Anbieter mit Quiche, Hotdogs, Kaffee und Kuchen, während die Bewirtung durch Schüler*innen aus Rottweil übernommen wurde, die damit die Abikasse aufbesserten.

Im Mittelpunkt standen jedoch die rund 20 Auszubildenden, die ihre Gesellenstücke präsentierten. Besonders stolz sind wir auf unsere drei Jungspechte, die ihren Abschluss mit großem handwerklichem Können und gestalterischer Klarheit meisterten.

Die Gesellenstücke unserer Absolventinnen im Überblick

  • Jule Kettler 
    „Häskaschde“ - Kleiderschrank aus Tanne und Ahorn, geseift
    Ein klassisch proportionierter Kleiderschrank mit klarer Formensprache: Die Kombination aus Tanne und hellem Ahorn verleiht dem Möbel eine ausgewogene, warme Anmutung. Sorgfältig ausgearbeitete Füllungstüren, feine Details und die geseifte Oberfläche unterstreichen die handwerkliche Präzision mit der Jule vorging.
    Ausgestattet mit einem Lamello-System lässt sich der Schrank zudem einfach auf- und abbauen. Die verdeckten Verbindungen vereinen hohe Stabilität mit Flexibilität und machen das Möbel besonders praktikabel – etwa bei Transport oder Standortwechsel.

  • Luisa Messner
    „gesammelte Werke“ - Bücherschrank aus Kernesche, geölt
    Der Bücherschrank überzeugt durch eine bewusst differenzierte Gestaltung. Die Türen variieren in ihrer Materialstärke. Diese Nuancierung verleiht dem Möbel eine lebendige Oberfläche und unterstreicht den handwerklichen Anspruch.
    Ein farblicher Akzent: Die grün gefasste Fläche setzt einen Kontrast zum warmen Ton der Kernesche und bringt zusätzliche gestalterische Spannung ins Möbel. Im Inneren sorgen gebogene Formteile dafür, dass Bücher präsentiert werden – funktional durchdacht von Luisa und zugleich ein prägendes Gestaltungselement.
  • Elena-Marie Brugger
    Schreibtisch aus Ahorn massiv, geseift
    Ein reduzierter, eleganter Schreibtisch mit hoher handwerklicher Qualität. Der massive Ahorn verleiht dem Möbel eine ruhige, helle Ausstrahlung, während feine Details und präzise ausgeführte Verbindungen Elena-Maries Sorgfalt in Planung und Umsetzung sichtbar machen. Funktionalität und zeitlose Gestaltung greifen hier wie selbstverständlich ineinander.

    Besonders prägend sind die handgefertigten Gradleisten an den Tischbeinen: Diese traditionelle Verbindung sorgt für hohe konstruktive Stabilität und unterstreicht zugleich den handwerklichen Anspruch sowie die Liebe zum Detail, mit der der Schreibtisch gefertigt wurde.

Die Präsentation zeigte eindrucksvoll, wie viel Engagement, Können und Persönlichkeit in den Arbeiten des Nachwuchses steckt. Wir gratulieren allen Absolvent*innen herzlich!


Betriebsausflug 2025

Im Juli blieb die Arbeit in der Holzmanufaktur für einen Tag bewusst liegen. Alle Spechte hatten sich den Termin im Kalender markiert – gespannt darauf, wohin der Betriebsausflug in diesem Jahr führen würde. Früh am Morgen startete die Reise: Ein Doppeldeckerbus holte das Team am Firmengelände ab und brachte uns Richtung Bodensee.

Der erste Stopp führte nach Friedrichshafen. Nach einem gemeinsamen Frühstück am Hafenbecken besuchten wir dort das Zeppelinmuseum. In mehreren Gruppen erhielten wir vielseitige Führungen durch die Ausstellung. Ein besonderer Moment: Herr Bleiber, Leiter der Zeppelin-Abteilung, berichtete von seiner Zusammenarbeit mit der Holzmanufaktur vor rund 30 Jahren. Beim Umbau des ehemaligen Hafenbahnhofs zum heutigen Museum lag die Ertüchtigung der Fenster in unseren Händen. Dass sich einige Spechte noch persönlich an diese Baustelle erinnern konnten, zeigt, wie wertvoll die Verbundenheit in unserem Team ist.

Bestens informiert ging es weiter – die Landschaft wurde alpiner, die Berge rückten näher. In Immenstadt brachte uns der Sessellift hinauf in die Alpsee Bergwelt. Dort teilte sich die Gruppe: Ein Teil suchte sportliche Herausforderungen im Kletterwald, ein anderer machte sich zu Fuß auf in die Berge, spielte Boule und begegnete dabei auch dem ein oder anderen tierischen Weggefährten.

Nach den Aktivitäten trafen sich alle wieder in der Berghütte. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir ein zünftiges Abendessen – Kässpätzle, Wurstsalat und Kaiserschmarrn inklusive. Zeit für Austausch, Lachen und das gute Gefühl, gemeinsam unterwegs zu sein.

Ausblick aus der Bergbahn Richtung Alpenpanorama
Kühe auf der Alm – Tierbegegnung beim Betriebsausflug
Mitarbeitende der Holzmanufaktur beim gemeinsamen Abendessen auf der Berghütte
Rückkehr der Mitarbeitenden zum Firmengebäude nach dem Betriebsausflug
Innenaufnahme der Holzmanufaktur Rottweil nach dem Ausflug
Team der Holzmanufaktur beim Betriebsausflug 2025 auf einer Wiese mit Alpenpanorama
Gemeinsame Aktivität mit Helm und Sicherung beim Teamtraining im Rahmen des Betriebsausflugs 2025
Landschaft bei Alpe Bergwelt während des Ausflugs

Bevor es zurück nach Hause ging, wartete noch ein letztes Highlight: Mit Deutschlands längster Ganzjahresrodelbahn ging es rasant zurück ins Tal – für viele der krönende Abschluss eines rundum gelungenen Tages.

Unser Fazit: Der Betriebsausflug 2025 stand ganz im Zeichen von Gemeinschaft, gelebter Unternehmenskultur und Wertschätzung. Umso mehr freuen wir uns auf das kommende Sommerfest mit Familien und Freunden im Jahr 2026.


Teilnehmer der Holzmanufaktur Rottweil mit Urkunden beim STADTRADELN 2025 – Platz 1 im Landkreis Rottweil
Fahrräder der Mitarbeitenden vor dem Gebäude der Holzmanufaktur Rottweil beim STADTRADELN 2025

Radeln für’s Klima – Stadtradeln 2025

STADTRADELN 2025 – Wir waren dabei. Und ganz vorne

Vom 27.06. bis 17.07.2025 hieß es erneut: Kilometer sammeln für Klima, Gesundheit und Teamgeist. Die Holzmanufaktur Rottweil war beim STADTRADELN mit voller Überzeugung dabei – und mit messbarem Erfolg.

Mit 15 Radelnden erzielte unser Team insgesamt über 10.500 Kilometer. Das entspricht durchschnittlich 711 Kilometern pro Person und bedeutete Platz 1 im Landkreis Rottweil.

Besonders erfreulich: Auch die Geschäftsführung war aktiv im Sattel – bei Sonne, Regen und Gegenwind. Der interne Wettbewerb entwickelte sich schnell zu einem echten Motivationsmotor. Die Spitzenleistung lag bei beeindruckenden 3.450 Kilometern, gefolgt von einem denkbar knappen zweiten Platz mit weniger als 100 Kilometern Abstand.

Die Zahlen waren so außergewöhnlich, dass selbst die Stadt Rottweil noch einmal nachfragte, ob beim Eintragen der Kilometer alles korrekt sei.

Neben sportlichem Ehrgeiz stand vor allem der Nachhaltigkeitsgedanke im Fokus. Durch unsere Teilnahme konnten wir rund 1,5 Tonnen CO₂ einsparen – ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz, der zeigt, wie wirkungsvoll gemeinsames Handeln sein kann.

Als Anerkennung für diese besondere Leistung gab es ein eigens gestaltetes „Specht-auf-dem-Rennrad“-Shirt sowie ein gemeinsames Anstoßen beim Grillfest vor den Sommerferien. Die feierliche Übergabe bildete den passenden Rahmen für einen gelungenen Abschluss.

Unser Fazit: STADTRADELN verbindet Bewegung, Verantwortung und Teamgeist – Werte, die wir leben. Und beim nächsten Mal sind wir selbstverständlich wieder dabei.


UnLOK the talent – Auszubildende bauen Möbel

Unsere Auszubildenden aus dem zweiten Lehrjahr haben im diesjährigen LoK-Projekt erneut eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt. Dabei entstanden vier außergewöhnliche Möbelstücke – von der ersten Idee über den Entwurf bis hin zur handwerklichen Umsetzung vollständig in Eigenregie realisiert.

Bei der Präsentation in der Holzmanufaktur überzeugten Jannik Georg, Ludwig Karrais, Selina Dettki und Felix Zimmermann nicht nur durch präzises Handwerk, sondern auch durch Kreativität, Gestaltungswillen und ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Jedes Möbelstück ist ein Unikat und erzählt seine eigene Geschichte. Darauf sind wir als Ausbildungsbetrieb besonders stolz.

Das LoK-Projekt (Lernortkooperation) ist eine gemeinsame Initiative der Ausbildungsbetriebe und der Berufsschule Schramberg-Sulgen. Ziel ist es, Auszubildenden Raum für selbstständiges Arbeiten zu geben. Dabei sind die Rahmenbedingungen bewusst offen gehalten: Vorgeschrieben sind lediglich ein Korpus, ein Formteil sowie die Plattenstärke. Alles Weitere liegt in der Verantwortung der Auszubildenden. Ein Ansatz, der Kreativität fördert und echtes Lernen ermöglicht.

Das Projekt erfordert besonderes Engagement auf allen Seiten: Die Auszubildenden investieren einen Teil ihrer Freizeit, die Lehrkräfte begleiten das Vorhaben mit überdurchschnittlichem Einsatz, und die Betriebe stellen die Teilnehmenden für das Projekt frei. „Selbst entworfen und mit den eigenen Händen gebaut – das ist eine Erfahrung, die prägt und stolz macht“, so der Ausbildungsleiter der Holzmanufaktur.

Felix Zimmermann präsentiert sein selbst entworfenes Möbelstück beim UnLOK-Projekt in der Holzmanufaktur Rottweil
Selina Dettki vor ihrem handgefertigten Möbelstück aus dem UnLOK-Projekt 2025
Ludwig Karrais mit seinem selbst gebauten Möbelstück im Rahmen des UnLOK-Projekts
Jannik Georg präsentiert sein Weinregal aus Esche – gefertigt im UnLOK-Projekt
Auszubildende präsentieren selbstgebaute Möbel im Rahmen des UnLOK-Projekts in der Holzmanufaktur Rottweil

Die entstandenen Möbelstücke im Überblick

  • Hängeboard aus Esche – Ludwig
    Ein modernes Hängeboard mit klarer Formsprache: Korpus aus hellem Eschenholz, Ablagefläche aus Edelstahl. Die geschwungene Wellenkante am unteren Rand setzt einen spannenden gestalterischen Akzent.

  • Zwei Nachttische aus Eiche – Jannik
    Schlicht, funktional und zeitlos. Die Nachttische überzeugen durch abgerundete Formen, eine feine Holzmaserung und durchdachte Details.
  • Drehbares Malschränkchen aus Makassar – Selina
    Ein echtes Statement-Stück: Der Korpus aus markant gemasertem Makassar-Holz steht auf einem stabilen Dreibein und ist drehbar gelagert. Schubladen schaffen Ordnung für Stifte, Pinsel und kreative Materialien.

  • Verschnörkeltes Schuhregal aus Nussbaum – Felix
    Handwerk mit Charakter. Geschwungene Bögen und eine ausdrucksstarke Formgebung machen dieses Schuhregal zu einem Blickfang.

Solche Projekte zeigen, wie wichtig Freiräume und Vertrauen in einer hochwertigen Ausbildung sind. Sie stärken nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch Selbstbewusstsein, Teamgeist und Gestaltungsfähigkeit.


Engagement für den Bestand: Anti-Abriss-Allianz

Seit dem Frühjahr 2025 sind wir Teil der Anti-Abriss-Allianz (AAA). Dieses Engagement ist für uns ein konsequenter Schritt – denn das Weiterbauen im Bestand ist und bleibt ein zentraler Schlüssel für eine nachhaltige, zukunftsfähige Baukultur.

Abriss und Neubau zählen weiterhin zu den größten Klimatreibern der Baubranche: Rund 50 % der klimaschädlichen Emissionen entstehen in diesem Bereich. Gleichzeitig gehen mit jedem Abriss wertvolle Ressourcen, graue Energie, handwerkliche Qualität und gewachsene Baukultur unwiederbringlich verloren.

Der Anti-Abriss-Allianz – Engagement für den Bestand

Auch in Rottweil stehen derzeit zahlreiche erhaltenswerte Gebäude vor dem Abriss oder sind bereits betroffen. Das möchten wir nicht hinnehmen. Deshalb engagieren wir uns aktiv in der AAA – einem interdisziplinären Bündnis aus Denkmalpflege, Umweltschutz, Architektur, Handwerk und Zivilgesellschaft, das sich gemeinsam für den Erhalt, die Weiterentwicklung und den behutsamen Umbau von Bestandsbauten einsetzt.

Ergänzend dazu unterstützen wir Initiativen wie die Orangene Liste sowie Architects for Future, um auf politischer und gesellschaftlicher Ebene ein Umdenken zu fördern: Der Abrissbagger darf nicht länger die erste Option sein, sondern muss zur begründeten Ausnahme werden.

Als Holzmanufaktur Rottweil haben wir bereits zahlreiche Projekte erfolgreich im Bestand realisiert – ressourcenschonend, handwerklich präzise und mit Blick auf das große Ganze. Gleichzeitig sehen wir noch erhebliches Potenzial: für bessere Rahmenbedingungen, stärkere Netzwerke und eine Baupraxis, die Erhalt und Umbau selbstverständlich mitdenkt.

Unser Ziel ist klar: Abriss soll die Ausnahme sein – Weiterbauen im Bestand die Regel. Dafür setzen wir uns ein. Tag für Tag, gemeinsam mit starken Partnern.


Ein Besuch mit Tiefgang!

35 Studenten  der ArchitekturWerkstatt der Ostschweizer Fachhochschule St. Gallen waren zu Besuch in Rottweil. In ihrer 3ten Werkstattwoche stand der Erhalt und die Ertüchtigung von Fenstern im Lehrplan.

Erste Stationen in der Rottweiler Innenstadt waren ein historisches Privathaus von 1706, ausgezeichnet mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege. Das ehemalige Rottweiler Soolbad wird eine zukünftige BürgerWerkstatt und im danebenliegenden Augustinerinnen Kloster , der heutigen Kulturjugendherberge wurde übernachtet. Im Refektorium des vor dem Abriss gerettete und revitalisierte Kapuzinerkloster wurde was sonst gespeist und insgesamt wurde die gelungene Umsetzung zum neuen sozialen und gesellschaftlichen Zentrum von Rottweil bestaunt. Geplante und erfolgreiche Umsetzungsbeispiele inspirierten am Vormittag, um danach in unseren Werkstätten einen besseren Projektbezug herzustellen.

Es ging nicht nur um ein Kennenlernen unserer Konzepte und Arbeitsweisen, sondern diese auch direkt am Folgetag anzuwenden. Im Vorfeld wählten die Studenten eins von zwölf internationalen Projekten mit extravaganten Fensterkonstruktionen aus. Nach dem Kennenlernen der Fenstersanierungsoptionen erarbeiteten sie in der Holzmanufaktur Rottweil individuelle Konzepte. Unsere „Spezialisten“ unterstützten Sie dabei. Dafür ist ein tiefes Auseinandersetzten mit dem Bestand und den Gegebenheiten nötig, um das volle Potenzial der Fensterertüchtigung und somit ein zukunftsfähiges Bewahren zu ermöglichen.

Wie gesagt: ein Besuch mit Tiefgang.


Gemeinsam Gutes tun

Wir von der Holzmanufaktur Rottweil sind dankbar für die stabile Auftragslage und unseren Erfolg. Jedoch ist uns auch bewusst, dass nicht alle Menschen das gleiche Glück haben. Deshalb unterstützen wir jedes Jahr Projekte, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen und einen positiven Wandel fördern.

Frauen helfen Frauen Rottweil: Der Verein unterstützt Frauen und Mädchen in Notsituationen sowie Opfer von sexuellem Missbrauch mit kostenlosen und anonymen Beratungen sowie Präventionsprojekten.

Radio 7 Drachenkinder: Die Initiative hilft kranken, behinderten und traumatisierten Kindern in Baden-Württemberg. Sie unterstützt Einrichtungen, finanziert Therapien und organisiert Ferienfreizeiten.

Aids-Waisen-Zentrum in Simbabwe: Das Zentrum bereitet Aids-Waisen auf ein Leben ohne Eltern vor und unterstützt sie materiell. Außerdem werden Freiwillige ausgebildet, die sich vor Ort um Kinder und Kranke kümmern.

Kinderhilfe für Siebenbürgen: Der Verein verbessert die Lebensbedingungen von Roma-Familien in Rumänien durch den Bau von Häusern, Lebensmittelhilfe und Bildungsprogramme für die Kinder.

Wir sind stolz darauf, diese Initiativen zu unterstützen und gemeinsam Verantwortung für eine bessere Zukunft zu übernehmen.


Herzlich willkommen, Azubis 2024!

Diese Woche hat frischer Wind unsere Werkstatt erfasst, denn wir freuen uns, Carolin Hensch, Ruben Ehrenberger und Clemens Jaklin als neue Auszubildende in unserer Schreinerei begrüßen zu dürfen!

Carolin Hensch – Mit einem abgeschlossenen Master im Bereich Architektur und einer Menge theoretischem Wissen im Gepäck startet Carolin bei uns, um ihre praktischen Fähigkeiten zu vertiefen. Herzlich willkommen in der Welt der handwerklichen Kunst, Carolin!

Ruben Ehrenberger – Nach einem engagierten Jahr im FSJ bei der Jugendbauhütte Quedlinburg kehrt Ruben zurück in seine Heimat, um seine Ausbildung zu beginnen. Mit Erfahrungen in Denkmalpflege und Restaurierung ist er bereits bestens für die Herausforderungen bei uns gerüstet.

Clemens Jaklin – Nach dem Abitur im letzten Jahr und Praktika in verschiedenen Handwerksbetrieben hat sich Clemens für eine Ausbildung bei der Holzmanufaktur entschieden. Wir freuen uns, Clemens in unserem Team willkommen zu heißen und sind gespannt darauf, wie sein Engagement und seine bereits gesammelten Erfahrungen unseren Betrieb bereichern werden.

Willkommen an Bord, Carolin, Ruben und Clemens! Wir sind gespannt auf die gemeinsame Zeit und darauf, wie ihr eure Spuren bei uns hinterlassen werdet.


FuturHist

Wir freuen uns bekannt zu geben, dass die Holzmanufaktur Rottweil Teil des EU-Projekts „FuturHist“ sein darf, das im Rahmen des Horizon Europa Programms für Forschung und Innovation durchgeführt wird. Dieses vierjährige Projekt steht unter der Leitung von dem renommierten Institut EURAC in Bozen.

Ziel des Projekts ist es, historische Gebäude für eine saubere Energiezukunft zu ertüchtigen. Dabei müssen unterschiedlichste Herausforderungen bewältigt werden, die von den klimatischen Bedingungen Südspaniens bis hin zu denen Skandinaviens und Schottlands reichen. Die Spannbreite der Maßnahmen reicht von minimalen Eingriffen bis hin zu umfassenden funktionstechnischen Verbesserungen.

Unsere Aufgaben
Die Holzmanufaktur Rottweil spielt eine zentrale Rolle in diesem Projekt, indem sie an der Entwicklung neuer Produkte forscht und somit Forschung und traditionelles Handwerk miteinander vereint. Vier Demonstrationsprojekte in Spanien, Polen, Schweden und Großbritannien bieten eine breite Vielfalt und stellen sicher, dass die entwickelten Lösungen in verschiedenen Klimazonen und Umgebungen anwendbar sind.

Am Ende dieses wegweisenden Projekts wird ein umfassender Werkzeugkasten zur energetischen Sanierung historischer Gebäude in ganz Europa zur Verfügung stehen. Wir sind gespannt auf die Reise und die Zusammenarbeit mit unseren europäischen Partnern.

Weiterführende Informationen zu dem Verlauf des Projektes und den Demonstrationsobjekten sind unter Home - FuturHist zu finden.


DenkmalnetzBW

Baden-Württemberg nimmt Denkmalschutz ernst - wir freuen uns, Gründungsmitglied im neuen Verbund „denkmalnetzBW“ zu sein.

Am 15.03.2024 wurde im Haus der Architektinnen und Architekten in Stuttgart das „denkmalnetzBW“ mit über 170 Teilnehmenden offiziell gegründet. Ein historischer Moment, bei dem Vertretende aus über 30 Institutionen und Vereinen zusammenkamen, um ein Sprachrohr für die Denkmalgemeinschaft zu schaffen.

Es sei „ein großer Tag“, so Frau Barbara Säbel, die Sprecherin für Denkmalschutz und Kulturerbe der Grünen Landtagsfraktion und Initiatorin des neu gegründeten Verbundes. Leider sei es „noch immer Realität in den Gemeinden, dass vieles abgerissen wird.“ „denkmalnetzBW“ will genau an dieser Stelle ansetzen: den Wert von Denkmalerhalt für Kultur, Klima und Gesellschaft herausstellen und den fachlichen Austausch fördern.

Das Ziel?

Die Schaffung landesweiter Strukturen für den fachlichen Austausch sowie die Bündelung bestehender und Initiierung neuer Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten. Außerdem will der Verbund den Wert für den Erhalt der Baudenkmäler in der Gesellschaft stärken.

Als Mitglied des denkmalnetzBW freuen wir uns darauf, Teil dieser wichtigen Initiative zu sein und die Zukunft des Denkmalschutzes in Baden-Württemberg mitzugestalten!

Werden Sie auch Teil des denkmalnetzBW unter www.denkmalnetz-bw.de und verfolgen Sie unsere nächsten Schritte!


Kirchberger Dialog 2024

Führungskräfte aus Wirtschaft und Sozialwirtschaft trafen sich in Dialog im Kloster Kirchberg zum Thema "Verantwortung. Macht. Aufbruch - sich selbst und andere zum Wandel ermächtigen".

“Wer Macht hat, besitzt ein sehr gutes Instrument, um Gutes zu bewirken” sagt Ulrich Lilie, der ehemalige Präsident der Diakonie, Deutschland.

“Wer von anderen bewundert wird, hat Macht und Macht hat, wer etwas macht” sagt der Philosoph und Publizist, Professor Dr. Philipp Hübl.

“Wer Macht braucht, um etwas zu bewirken, der hat schon versagt“ sagt Hermann Klos von der Holzmanufaktur Rottweil.

Dieser Spannungsbogen hat den dreitägigen Kirchberger Dialog geprägt und gestaltet und somit zu einer interessanten Veranstaltung werden lassen.


Unsere Gemeinwohlbilanzierung 375 Punkte!

Die Gemeinwohl-Bilanz ist das Herzstück der Gemeinwohl-Ökonomie, bestehend aus einem Bericht und einem Testat. Maximal können 1.000 Gemeinwohl-Punkte erreicht werden. Alle Organisationen, die mehr als 300 Punkte erreichen, gelten als vorbildlich. Die Holzmanufaktur Rottweil erhält bei der Gemeinwohl-Bilanzierung 375 Punkte! Ein guter Anfang!!!
Seit 35 Jahren restaurieren, reparieren und verbessern wir erhaltenswerte und erhaltensfähige Gebäudeausstattungen aus Holz und Stahl, die materiell, konstruktiv und gestalterisch solide gefertigt sind. Dabei legen wir Wert auf Langlebigkeit und Nachhaltigkeit, und leisten somit auch einen Beitrag zum Gemeinwohl. Um die Auswirkungen unserer Arbeit, unserer Unternehmensstruktur und Philosophie auf die Gesellschaft und die Umwelt zu messen, nutzen wir die Gemeinwohl-Bilanzierung. Diese berücksichtigt Kriterien wie Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung.

Unser Testat der Gemeinwohl-Bilanz ist ein Zwischenzeugnis und es zeigt in welchen Bereichen der Gemeinwohl-Matrix, wir schon vorbildlich sind und wo wir noch besser werden können.
Vorbildlich sind wir zum Beispiel im Bereich „Ökologischen Auswirkungen durch Nutzung und Entsorgung von Produkten und Dienstleistungen“ oder auch in den Bereichen „Sinn und gesellschaftliche Wirkung der Produkte und Dienstleistungen“ – sowie bei der „Reduktion der ökologischen Auswirkungen.“
Nicht nur Stärken werden im Testat offensichtlich, sondern auch Schwächen.

 

Handlungsbedarf haben wir bei einigen Detailanwendungen und Ausführungen der Mobilität der Mitarbeiter*innen und Mitentscheidung der Mitarbeiter*innen.

Wir sind stolz, Teil dieser Bewegung zu sein, und möchten euch ermutigen, ebenfalls daran teilzuhaben. Gemeinsam können wir positive Veränderungen bewirken und eine bessere und gerechtere Welt schaffen.

Ein herzlicher Dank geht an unsere Gäste bei der Überreichung unserer Gemeinwohl-Bilanz: Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf sowie Rottweils Kreishandwerksmeister Andreas Frank. Ihre Anwesenheit unterstützt das Gemeinwohl und ihre Bedeutung. Am meisten danken wir allen Mitarbeiter*innen, die bei der Vorbereitung, der Durchführung oder Unterstützung dieser unvergesslichen und beeindruckenden Veranstaltung mitgewirkt haben.
Gemeinsam können wir die Welt verändern und eine nachhaltige und werteorientierte Zukunft gestalten.


IHM Internationale Handwerkermesse München und ZH Kongress Zukunft Handwerk

Wir waren mit dabei!
Auf der Internationalen Handwerksmesse auf dem gemeinsamen Stand „INNOVATION GEWNNT“ konnten wir unsere Entwicklung „REVETRO®“ zeigen und in viele interessanten Gespräche mit Bauherr*innen informieren und sensibilisieren, ihre Bestandsfenster nicht gegen neue Fenster einzutauschen.

Auf der „Zukunft Handwerk“ fanden tolle Vorträge unteranderem mit Prominent*innen und Influencer*innen statt und wir durften Olaf Scholz, Markus Söder und Robert Habeck auf unserem Stand begrüßen und unsere Botschaft zum Handwerk, zur Nachhaltigkeit, zu unserer Arbeit an sich vermitteln.

Die Bauwirtschaft ist global für 40 % aller CO2 Emissionen verantwortlich. 8 - 10 % hiervon verursacht allein das Bauen mit Beton. Kreuzfahrten in der Karibik sind überaus beliebt, andererseits gibt es wohl keinen Urlaub, der die Umwelt mehr schädigt. Eine weitere Zahl, die auch viele erstaunt, ist, dass der Verzicht auf saftige Rindfleischsteaks den Ausstoß an CO 2-Emissionen global um 10 % verringern würde. Beeindruckende Zahlen vor allen Dingen auf dem Hintergrund, dass es, so scheint es, gar nicht so unmöglich ist, die drohende Klimakatastrophe zu verhindern.
Wissenschaftlich verifiziert durch das Fraunhofer Institut ist mittlerweile auch unsere Aussage, dass der Erhalt und die Ertüchtigung von vorhanden Fenstern ressourcenschonend und energieeffizient ist.

Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht ein Teil dieser Veranstaltung zu sein.


Wir haben den Lea-Mittelstandspreis gewonnen!

Die Trophäe wird seit 2007 für eine gesamtgesellschaftlich verantwortungsvolle Unternehmensführung und freiwilliges soziales Engagement vergeben. Der Name „Lea“ steht für Leistung, Engagement und Anerkennung.

Ausgezeichnet wurden wir unter 210 teilnehmenden Unternehmen für unser gesellschaftliches Engagement im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Experimentierwelten Schule-Wirtschaft.

Der Lea Mittelstandspreis wurde überreicht von der Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Der Festakt mit über 400 Gästen war Dienstag, 05.07.2022 im Weißen Saal im Neues Schloss Stuttgart.

Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und die Anerkennung, die uns Allen und unserer Arbeit hierdurch zuteil wird.


Ein Bundespräsident

Das letzte Mal war 1507 ein amtierendes Staatsoberhaupt, Maximilian I, in Rottweil. Damals hieß es Reisekönigtum, heute heißt es Ortszeit Deutschland. Und Herr Steinmeier hat sich viel Zeit genommen, auch für uns, mehr Zeit als geplant. Wir sprachen über digitalisierte Kindheit, die digitalisierte Wirtschaft, das digitalisierte Leben.

Aber Herr Steinmeiers Besuch galt der Hand, dem Werk, dem Handwerk und uns und dem, was wir alle zusammen in der Holzmanufaktur für das Denkmal, die Baukultur und die Gesellschaft leisten.


Kunsthandwerk trifft Handwerkskunst

Am Wochenende war im Rottweiler Neckartal anlässlich der europäischen Tage des Kunsthandwerks eine Menge geboten – Werkstätten und Ateliers öffneten ihre Pforten.

Es riecht nach Feuer und Eise. Rhythmisch erklingen die Hammerschläge auf dem Amboss und das glühende Eisen schient sich unter den gekonnten Schlägen des Schmieds beinahe wie Butter formen zu lassen. Die Besucher verfolgen das Geschehen in der Schlosserei von Reinhard Hoffmann gespannt.

>> Bericht aus der Zeitung "Schwarzwälder Bote" von Stefanie Siegmeier am 05.04.2022


Wenn Pyramiden zur Vitrine werden

Zwei Wochen lang haben sie getüftelt, konstruiert, geplant und gebaut, bis ihre Schmuck- oder vielmehr Gesellstücke schließlich fertig waren.

Alissa Hartung, Jens Metzger und Michael Fuchsloch von der Holzmanufaktur haben wahre Kunstwerke für ihre Gesellenprüfung geschaffen, die sie kürzlich präsentierten. Ein gemütliches großes Sofa aus Rüster, geölt, hat Alissa Hartung gebaut.

>> Bericht aus der Zeitung "Schwarzwälder Bote" von Stefanie Siegmeier am 05.08.2021


Holz ist ihre große Leidenschaft

Es ist Spannung pur und wie ein riesiges Puzzle: Hunderte Bretter zählt der Fußboden des Klosters, der in der Rottweiler Holzmanufaktur restauriert wird. Am Ende muss jedes Brett wieder an seinen Platz – eine Herausforderung für die Schreiner.

>> Bericht aus der Zeitung "Schwarzwälder Bote" von Stefanie Siegmeier am 16.07.2021


Campus Schule - Einblicke ins Handwerk gibt’s gleich neben an

Seit kurzem nun gibt es eine neue Kooperation: Partner sind die Holzmanufaktur Rottweil und die benachbarten Experimentierwelten von Campus Schule-Wirtschaft. Miriam Kammerer, Bildungsreferentin der IHK und Vorstandsmitglied, sowie Christine Schellhorn, geschäftsführender Vorstand, statteten der Holzmanufaktur diesbezüglich einen Besuch ab.

>> Artikel aus der Zeitung "Schwarzwälder Bote" von Stefanie Siegmeier am 20.03.2021


Angehende Schreiner schaffen wahre Schmuckstücke

Zu zeigen, was das Handwerk kann, ist die eine Seite. Den Auszubildenden aber die Möglichkeit zu geben, selbst auszuprobieren und zu entdecken, welches Potenzial ihr Beruf hat, dürfte wohl ein weiteres Erfolgsmodell sein.

Die Möbelstücke, die die angehenden Schreiner der Holzmanufaktur – allesamt im zweiten Lehrjahr – dieser Tage präsentierten, lassen staunen. Sie sind das Ergebnis des LOK-Projektes der Beruflichen Schulen auf dem Sulgen.

>> Bericht aus der Zeitung "Schwarzwälder Bote" von Stefanie Siegmeier am 22.07.2020


Eine Tradition seit 1997

Die Excellenzuniversität in Karlsruhe (KIT) sieht in der Holzmanufaktur Rottweil einen kompetenten Ansprechpartner für alle Belange und Fragen der Denkmalpflege der Baukultur und der Architektur.

Durchgängig seit 1997 besuchen Studenten mit ihren Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern unseren Campus in Rottweil. Dr. Hannes Eckert und Hermann Klos initiierten die Kooperation um theoretisches Wissen mit der praktischen Umsetzung zu verknüpfen.

Der aktuelle Masterstudiengang Altbauinstandsetzung informierte sich im Juni über unsere Projekte, Umsetzung neuer Technologien und die erfolgreich zum Gewerbepark revitalisierte ehemalige Rottweiler Pulverfabrik. Die Führung durch die Werkstätten und die Ateliers zeigte unsere Arbeitsweise und den behutsamen Umgang mit historischen Bauteilen.

Wir freuen uns auf den nächsten Besuch im Jahr 2021.


Auszeichnung für Gesellenstück im Landeswettbewerb

Im diesjährigen Landeswettbewerb Gestaltete Gesellenstücke erhielt Alexander Lange die Auszeichnung Erwähnung für seinen „Prototyp mit Charakter“.

Wir sind stolz und gratulieren herzlich!

>> Bericht: dds Magazin, Dezember 2018

 

 


30-jähriges Jubiläum - Denkmalpflege tausendfach umgesetzt

Rottweil. Ein Ausflug ermöglichte allen Mitarbeitern einen besonderen Blick zurück: Bei Kaiserwetter machte sich die Belegschaft der Holzmanufaktur Rottweil anlässlich des Firmenjubiläums auf den Weg zu den Wurzeln des Unternehmens für Baudenkmalpflege. Zwei Reisebusse brauchte es, um die Mitarbeiter nach Herrenzimmern zu bringen, wo alles in der Dorfschreinerei begann. Hier gründeten Hermann Klos und Günther Seitz die Schreinerei und gingen die ersten Schritte in der Baudenkmalpflege.

Heute arbeiten laut Mitteilung rund 100 Kollegen in der Holzmanufaktur im historischen Gewerbepark Neckartal in Rottweil. 1993 war die Holzmanufaktur Pionier der Umnutzung in der ehemaligen Pulverfabrik. Die Projekte für Baudenkmalpflege führen die Schreiner inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus, vielfach in die Schweiz und aktuell sogar bis Griechenland. Und in der Dorfschreinerei in Herrenzimmern scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Das zerfallende Gebäude bietet scheinbar ideale Voraussetzung für Denkmalpfleger.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Holzmanufaktur Rottweil unternehmen die Mitarbeiter einen Ausflug zur ehemaligen Dorfschreinerei in Herrenzimmern, wo alles begann. Foto: Holzmanukatur Foto: Schwarzwälder Bote Die Holzmanufaktur Rottweil kann a
Foto: Holzmanukatur, Schwarzwälder Bote
Die Holzmanufaktur Rottweil kann auf 30 Jahre Denkmalpflege zurückblicken. Geschäftsführer Günther Seitz würdigte anlässlich dieses Jubiläums die Mitarbeiter als wichtige Säule des Erfolgs.

Von hier aus hatten die Firmengründer das klare unternehmerische Ziel im Fokus, sich in der Denkmalpflege, die seit den 80er-Jahren in Rottweil einen hervorragenden Ruf genoss, zu engagieren. Dieses Ziel wurde mehr als erreicht: in mehr als 3500 Gebäuden wurden in den 30 Jahren denkmalpflegerische Arbeiten durchgeführt, so zum Beispiel an der Junghansvilla in Schramberg oder an den Pagodenhäusern von Junghans. Das Neue Schloss in Stuttgart gehört zu den Projekten ebenso wie der Kapuziner in Rottweil und der Speyerer Dom.

Am Jubiläumstag standen aber weniger die Projekte im Fokus, als viel mehr die Mitarbeiter, die gerade in einem Handwerksbetrieb die wichtige Säule des Erfolges seien und gleichzeitig die Seele des Betriebs. Entsprechend würdigte Geschäftsführer Günther Seitz auch den besonderen Geist, der in der Holzmanufaktur herrscht und den man auch an einer besonderen Zahl ablesen kann, nämlich an der Anzahl der Liebespärchen, die sich in der Holzmanufaktur gefunden haben.

Zeitungsbericht: Schwarzwälder Bote, Oktober 2018


Auszubildende der Holzmanufaktur Rottweil GmbH überzeugen bei der Gesellenprüfung 2018

Alexander Lange, Matthias Beeg und Alexander Krautheimer mit den Siegermöbeln auf dem Gelände der Holzmanufaktur.
Alexander Lange, Matthias Beeg und Alexander Krautheimer mit den Siegermöbeln auf dem Gelände der Holzmanufaktur.

Stolz wie Oskar ist Schreinermeister Matthias Beeg, Abteilungsleiter der Holzmanufaktur Rottweil GmbH, über den Erfolg seiner Schreiner-Azubis Alexander Krautheimer, Innungssieger bei der Gesellenprüfung 2018 und Alexander Lange, der den 2. Platz belegt.

Alexander Krautheimer holte die Siegerplatzierung mit seinem Schaukelstuhl-Gesellenstück, ein Möbel für den gemütlichen Teil des Tages, für dessen Bau er die Möglichkeiten und Besonderheiten der Holzmanufaktur-Werkstatt ausgereizt hat. Auf den Innungssieger wartet nun der Landeswettbewerb der Besten, bei dem dann die Weiterqualifizierung für den Bundeswettbewerb möglich ist.

Das Gesellenstück von Alexander Lange, eine filigrane Kommode, überzeugte mit Design und Formgebung. Deshalb wurde dieses Möbel von der Prüfungskommission ausgewählt für die Teilnahme am landesweiten Wettbewerb „Die gute Form“.


Die jungen Spechte haben eine außergewöhnliche Leistung vollbracht  und mit ihrem großen Engagement und Elan bewiesen, welch hohes Niveau bei einer Ausbildung in der Holzmanufaktur angestrebt wird.
Ausbildungsqualität zahlt sich aus. So kann sich die Holzmanufaktur Rottweil auch in Zeiten knapper Personalressourcen in diesem Jahr über 52 Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz im Bereich Schreinerhandwerk und Denkmalpflege freuen.


Schweizer Fernsehen war zu Besuch bei der Holzmanufaktur Rottweil

Schweizer Fernseh zu Besuch bei der Holzmanufaktur
Schweizer Fernseh zu Besuch bei der Holzmanufaktur 2


Das Schweizer Fernsehen war im Zuge einer Dokumentation über die flankierenden Maßnahmen des Schweizer Arbeitsmarktes zu Besuch bei der Holzmanufaktur Rottweil.

Die flankierenden Maßnahmen werden aktuell im Zuge der bilateralen Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU heiß diskutiert. Sie werden von der Politik und von vielen Unternehmen, die in der Schweiz arbeiten wollen, als Schikane und als Anachronismus empfunden, was in Teilbereichen bestimmt zutrifft.

Viel wichtiger ist jedoch, dass die in der Schweiz geltenden flankierenden Maßnahmen wichtiges und richtiges Instrument zur Sicherung von Qualitätsstandards darstellen. Dort, wo diese flankierenden Maßnahmen in ausreichendem Maße fehlen - wie z. B. in Deutschland - wird die Arbeit vor allen Dingen auf dem Bau immer billiger, somit immer schlechter und der Pfusch nimmt zu. Dies kann nicht im Sinne der Beteiligten und Betroffenen sein.

Von verschiedenen Seiten wird hier eine Anpassung an aktuelle Entwicklungen ins Auge gefasst. Der Redakteur Dr. Sascha Buchbinder wollte im Zuge dieser Dokumentation auch eine deutsche Firma zu Wort kommen lassen. Weil die Holzmanufaktur seit 12 Jahren regelmäßig in der Schweiz arbeitet, ist er auf uns zugekommen.